Trotz der derzeit ungewissen Situation tut sich vor allem bei den Sportprototypen einiges
Vorige Woche fand der erste Test von Sebastien Petit mit seinem neuen Sportprototypen statt. Dieser hört auf den Namen Nova NP 01-4 und sieht dem Vorgänger Norma M20FC durchwegs sehr ähnlich. Jedoch beschreitet man mit diesem Boliden komplett neue Wege im Bergrennsport. Dabei kommt ein 1750ccm Turbomotor von Honda zum Einsatz, welcher von der Firma EMAP vorbereitet wurde. Die große Innovation bei diesem Boliden ist aber sicherlich der Allradantrieb, womit erstmals ein offener Sportprototyp mit solch einem Konzept ausgestattet wurde. Der erste Einsatz mit diesem Boliden ist für kommendes Wochenende beim Bergrennen Namest nad Oslavou in Tschechien geplant.
Bereits im Herbst des Vorjahres feierte der Italiener sein Comeback im Bergrennsport. Dabei brachte er erstmals seinen neuen Osella FA30 Zytek zum Einsatz. Mit tollen Leistungen konnte er positiv aufzeigen und wichtige Erkenntnisse gewinnen, da der Umstieg vom 2l Osella PA2000 Evo doch ein erheblicher ist. Über die Wintermonate bekam der Bolide dann das traditionelle Design in weiß-grün spendiert. Nun hofft man noch einige Läufe zur italienischen Meisterschaft mit dem FA30 absolvieren zu können.
Ebenfalls ein neues Design präsentiert der aus der Berg Europameisterschaft bekannte Schweizer Fabien Bouduban. Der Fahrer aus dem Faggioli Team hat seinen Norma M20FC Zytek in gelb-schwarz verwandelt und diesen vor kurzem der Öffentlichkeit präsentiert. Ob und wann der Eidgenosse wieder an den Start gehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Jedenfalls hofft man 2021 wieder in der Berg Europameisterschaft antreten zu können.
Am vergangenen Wochenende wurde aus Italien ein spektakuläres Projekt vorgestellt. Das Team Dalmazia Motorsport, welches vor allem mit Angelo Marino große Erfolge feiern durfte, hat den eigenen Lola B99/50 F3000 ein neues, spektakuläres Aussehen verpasst. Mit der Unterstützung bekannter, italienischer Formenbauer wurde dem F3000 ein Osella FA30 Bodykit angepasst. Der Bolide befindet sich derzeit in der Endphase des Aufbaus und wartet nur mehr auf die pinke Lackierung. Unter dem Namen Lola B99 SuperEvo wird dieser spektakulär aussehende Bolide zukünftig in der italienischen Meisterschaft für Aufsehen sorgen. Ob dieser aufwendige Umbau auch Wirkung erzielen wird, darf schon mit Spannung erwartet werden. Aufjedenfall beschreitet man damit neue Wege, um einen F3000 noch konkurrenzfähiger zu machen.